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Ariadne Blishwick - Druckversion

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Ariadne Blishwick - Ariadne Blishwick - 26.06.2025

Ordentlich faltete Ariadne die Zeitung und reichte sie an die anderen Familienmitglieder weiter. Natürlich hatte Richard sie bereits über das Ergebnis der Abstimmung informiert, natürlich hatten sie die ganze Nacht zusammen verbracht und darüber nachgedacht, was all dies für sie bedeutete.
Die Welt, wie sie sie kannten, existierte nicht mehr. Und gewiss hatte sich Ariadne gefragt, ob sie jemals wirklich existiert hatte oder dies hier nur das Sichtbarwerden von Zuständen war, wie sie schon immer geherrscht hatten. Natürlich hatten die Blacks mal wieder ihre Hand im Spiel. Wie sollte es auch anders sein. Eine Familie, die sich selbst besser ausrotten konnte als ihre eigenen Feinde, würden nun die magische Welt ausrotten. Welch eine traurige Ironie.
Schweigend beobachtete sie die Gesichter der anderen Familienmitglieder, während ihre eigenen Züge ruhig und gelassen blieben. So als würde das ganze sie kaum bis gar nicht bewegen. Zu sehr Profie, zu beherrscht um es sich auch vor ihren liebsten anmerken zu lassen.
”Ich empfange heute noch Gäste zum Tee. Es wäre schön, wenn wir uns von politischen Themen fernhalten würden. Immerhin ist dies eine gesellige Runde, die ich heute erwarte. Ein fröhlicher Anlass.” Erhob sie schließlich die Stimme und sah die Familienmitglieder ruhig und mit einem Anflug von einem Lächeln an. Wir haben ja nichts zu befürchten. Stumme Worte, die in ihrem Blick lagen.
Alles wie immer. Als würde es sie nicht berühren.
”Ich muss für einen Gast diese Woche noch ein paar Details vorbereiten. Ich wünsche euch allen heute einen erfolgreichen Tag.” Immer noch lächelnd und mit der für sie üblichen Grazie erhob sie sich von ihrem Platz. Als würden diese Neuigkeiten sie nicht betreffen. Als wären sie keine Gefahr für sie alle.
Es war nicht wie immer. Es war das Aufrechterhalten einer Fassade. Und ihre Kinder und ihr Mann wussten nur zu genau, dass Ariadne voller Verzweiflung und Furcht war. Nur war sie zu sehr Profi, als das sie es sich jetzt anmerken lassen konnte. Zu einem späteren Zeitpunkt gewiss. Sie merkten es dennoch. Daran, dass sie nach Franz-Ferdinand griff, ihn von seinem Samtkissen hochhob und mit sich in ihr Büro trug. Natürlich wussten sie, dass sie den übergroßen Fellball an sich drücken würde. Er und Richard durften ihre Angst und Hilflosigkeit noch vor allen anderen sehen. Sie musste erst sich ordnen, bevor sie die anderen im Hause zur Ordnung ermahnen konnte. Lange würde es nicht dauern. Dessen waren sie sich alle bewusst. Genauso wie darüber, dass man Ariadne nun lassen sollte. Einen Moment nur. Bis sie sich geordnet hatte. Bis sie sich selbst wieder genügend kontrollieren konnte, bevor sie ihren Liebsten unter die Augen treten konnte. Ihre eigenen unruhigen Gedanken würden nur dazu führen, dass sie unwissend und unabsichtlich in die Gedanken anderer dringen könnte. Sie wollte dies nicht. Sie wollte es vermeiden.


RE: Ariadne Blishwick - Marcus Cross - 18.11.2025

Marcus ist es eine hohe Freude, seinem Tantchen das Ok zu geben!


RE: Ariadne Blishwick - Regulus Black - 17.01.2026

Hey Keks!

Also erstmal finde ich es ganz wundervoll, dass es auch Ariadnes Haustier in die Belastungsgrenze geschafft hat. Ja, das sind auch Familienmitglieder, an welchen man hängt!

Nun komme ich endlich, finally, aber auch mit deinem Feedback um die Ecke.
  • Bitte mach mir die Zusammenfassung wirklich als kurze Zusammenfassung mit den Dingen, die du gern bei jedem Post dabei stehen haben möchtest. In der aktuellen Form wird das leider sehr unübersichtlich. Du kannst den Text aber wie er ist hier als Beitrag drunter posten! Den von Marcus lösch ich dann nach dem WoB eh raus und es steht ordentlich zusammen. 

  • Bei der Legilimentik haben wir ja auch schon andere Charaktere, bzw. auch einen strengen Rahmen im Forum. Keine Sorge, du kannst sie weiterhin als Legilimentikerin spielen! Was ich aber bräuchte wäre aber folgendes: Ariadne kann mittlerweile durchaus eine Meisterin ihrer Kunst sein, weil sie einfach die Mittel in der Familie hatten sie da explizit zu schulen. Orientiere dich aber bitte vor allem explizit an Morpheus, der auch nicht so viel jünger als sie ist und in seiner Fähigkeitenbeschreibung bereits gut darauf eingeht, wie schwer und langwierig das Erlernen seiner Fähigkeit war. Das liegt für Ariadne natürlich in ihrer Kindheit/Jugend/vergangenen Erwachsenenzeit, aber mir ist sehr wichtig, dass sie da wirklich lange drum kämpfen musste. Auch heute sind gesellschaftliche Anlässe mit Sicherheit noch mit einer gewissen Anspannung verbunden, wenn sie wirklich nicht von all den Gedanken anderer belästigt werden möchte. Das erklärt natürlich auch sehr gut wieso sie so diszipliniert ist Smile

  • Zitat: Einen angemessenen Ehemann für diese zu verhindern und somit ihren Teil dazu beizutragen, dass es zu keinen Vermischungen des Blutes kommt.
    Zu verhindern, ja? Big Grin

  • Du gehst im Bezug zur Umwelt sehr genau auf Werwölfe ein, aber wie sieht es mit Vampiren aus? Ich meine mitbekommen zu haben, dass sie auf gutem Fuß mit Jeanne ist (kennt sie deren Geheimnis? Das wäre auch ein gutes, weiteres Geheimnis btw.)

  • Das Feld "Vollständiger" Name ist noch nicht ausgefüllt. Wenn sie keine zweiten Vornamen hat, käme da zumindest ein geb. Cross noch mit dazu Smile

Ich freu mich schon sehr auf die Heiratsvermittlerin!

LG Rica


RE: Ariadne Blishwick - Ariadne Blishwick - 03.02.2026

Liebe Rica, 

Franz-Ferdinand ist ja auch nicht nur ein Familienmitglied! Selbstverständlich muss das dicke Katerchen (der sich für den Chef hält) auch erwähnt werden. Sonst wäre er noch beleidigt und kratzt wieder an den Möbeln. Schrecklich!! Big Grin 


Die Zusammenfassung wurde reduziert und schaut nun so aus: 

Zitat:Sie ist die Grande Dame der Reinblutgesellschaft, die Heiratsvermittlerin der Reinblüter, Lehrmeisterin der Töchter aus gutem Hause, Ehefrau, Mutter, Tante, die Spinne im Netz. In der Welt der Reinblüter hat der Name Blishwick Gewicht und das liegt nicht alleine am Herrn des Hauses, sondern insbesondere an seiner Frau. In ihrem Stand wird sie geschätzt und manchmal auch gefürchtet, denn Ariadne besitzt einen rasiermesserscharfen Verstand und einen Blick, der klar macht, dass Widerstand nicht geduldet wird.
Sie hat ihren Kopf nicht nur zum Haare schneiden, wie man sagen würde. Gewiss dreht sich vieles in ihrem Leben darum, den perfekten Eindruck zu erzeugen, das richtige Outfit zum richtigen Anlass. Sich formvollendet zu bewegen, zu geben. Eine Meisterin darin die perfekte Gesellschafterin zu sein, die perfekte Gastgeberin. Jede ihrer Gesten, ihrer Blicke, ihrer Worte ist perfekt platziert.
Aber was Ariadne wohl am meisten ausmacht, ist die tiefe Liebe zu ihrer Familie. Allzu gerne zeigt sie sich von ihrer herrischen, rassistischen Seite. Doch ihrer Familie würde sie alles verzeihen und sie würde niemals erlauben, dass einer von ihnen aus ihrer Mitte gestoßen wird. Egal wie groß der Schaden auch sein möge, den diese Person angerichtet hatte. Jeder in der Familie weiß, Ariadnes Arme sind so groß und weit wie ihr Herz. Bei ihr bist du immer sicher, geborgen und aufgehoben. Du wirst dir einiges anhören müssen, aber sie wird keinen aus ihrer Familie jemals aufgeben.

Den Text zur Legilimentik habe ich einmal komplett überarbeitet und er schaut nun so aus:
Zitat:Ariadne ist geborene Legilimentikerin und hält diese Fähigkeit vor Fremden geheim. Es gibt nur wenige, die sie darin eingeweiht hat und der größte Teil davon ist ihre Familie.
Von dem Augenblick an, als sich ihre magische Begabung zeigte, zeigte sich auch diese Fähigkeit. Zunächst leise, so leise, dass es ihre Familie gar nicht bemerkte. Und für Ariadne war es irgendwie normal, wenn auch gleichzeitig verstörend, die Gedanken von anderen wahrzunehmen. Zunächst war es wie ein Wispern im Wind, nichts was sich klar und deutlich zeigte, aber immer im Hintergrund mitschwankte. Die Gedanken von anderen, die sich anfangs nie ganz in Worte fassen ließen. Lauter wurden sie jedoch rasch, mit jedem Tag und im Hause Cross herrschte selten wirklich Stille. Gäste, Freunde, Bekannte, die Familie, die Diener und Hauselfen. Klarer und klarer wurden ihre Stimmen, ihre Gedanken und überforderten das Kind. Denn ihr einziger Schutz vor den Gedanken anderer, war es sich vor der Welt zu verstecken. Nur war dies keine Option, wenn man einer reinblütigen Familie angehörte und es dazu gehörte, sich zu zeigen.
Für ihren Bruder war sie ein Monster. Er gab ihr diesen Namen und würde sich in den folgenden Jahren selber als eines herausstellen.
Für Ariadne war es vor allem ihr Vater, der ihr in dieser Zeit ein Halt und eine Stütze war, der sich nicht davor fürchtete, dass sie seine Gedanken hören konnte. Der sich zwar bewusst war, dass seine Tochter eine mächtige Gabe gegeben worden war, die man leicht für verschiedene Zwecke einsetzen konnte, doch sein primäres Ziel war es nie gewesen sein Kind für seinen eigenen Vorteil zu missbrauchen, sondern ihr alle Chancen auf ein gutes Leben zu geben.
Denn sie würde es sich niemals leisten können, sich vor der Welt zu verstecken. Er liebte seine Tochter und gleichzeitig war sie nun einmal sein Faustpfand für eine neue Allianz. Ein Wissen, mit dem Ariadne so natürlich aufwuchs, wie mit der Überforderung ihrer eigenen Fähigkeiten.
Ihr Vater investierte viel Zeit und Geld in die Ausbildung seiner Tochter. Bevor sie nach Hogwarts ging, bereiste sie Länder um die besten Lehrmeister zu finden und jeder Augenblick wurde genutzt um zu üben und zu trainieren. Es war nie leicht für Ariadne und Familienfeste, wie öffentliche Veranstaltungen, waren ihr größter Albtraum. Auf der einen Seite der Bruder, die sie als ein Monster betrachtete und auf der anderen Seite Eltern, die die Erwartung hatten, dass sie es hinbekommen musste. Sie wolle schließlich nicht als einsame Kräuterhexe in den Sümpfen enden. Eine verbitterte, alte Frau, die keiner wollte und über die man sich wunderliche Geschichten erzählte.
Ihre Gabe zu kontrollieren forderte viel von Ariadne und es erforderte unendlich viel Disziplin, Durchhaltevermögen und Kontrolle. Auch über die eigenen Gefühle.
Die Jahre in Hogwarts waren eine Qual für Ariadne, all die Gedanken, die sie fluteten, all die Stimmen, die sie nur schwer ausblenden konnte und die es ihr nie einfach machten. Die sie aber auch unendlich viel lehrten. Besonders darüber, dass es kaum jemanden gab, der die Wahrheit sprach, aber dafür viele Lügen erzählte.
Sie lernte die Gabe zu beherrschen und mit ihr, sich selbst zu disziplinieren. Und doch gab es so viele Momente, in denen sie ihre Gabe nicht beherrschen konnte. Emotionale Momente, wie die ersten Geburten ihrer Kinder, als ihr Mann noch nichts davon wusste. Seine Gedanken zu hören, darüber, dass er nichts für sie empfand, aber Stolz über die beiden Söhne verspürte. Und die Sorge um sie, als sie nach der zweiten Geburt fast gestorben wäre. Der Zorn darüber, dass sie erneut schwanger geworden wäre, als wäre es ihre Schuld. Ariadne konnte es vermeiden, dass andere von ihrer Gabe erfuhren, jeder der heute davon weiß, weiß es, weil sie es ihm selbst erzählt hat.
Heute hat sie gelernt, sich gegen die Gedanken anderer abzuschirmen, doch bleiben insbesondere gesellschaftliche Ereignisse eine Herausforderung für sie. Ein Glück, dass es niemanden verwundert, dass die Damen der gehobenen Gesellschaft sich immer wieder zu konspirativen Gesprächen zu zweit oder zu dritt zurückziehen. Für Ariadne die Möglichkeit durchzuatmen und sich selbst zu sammeln.
Und ja, sie hat auch gelernt, in die Gedanken anderer einzudringen und sie auch zu manipulieren. Nutzt sie diese doch gerne in vertrauten Gesprächen, um ihr Gegenüber dazu zu bringen ihr Dinge anzuvertrauen, die unter anderen Umständen nie über deren Lippen gekommen wären. Doch wenn man dem anderen weiß machen kann, dass es niemals jemanden gegeben hat, dem man in diesem Moment mehr vertrauen wollte, kommt man verblüffend leicht an die kleinen und großen Geheimnisse einer Familie. Ihr geht es dabei vor allem um die kleinen, schmutzigen Geheimnisse, die andere mit sich herumtragen. Sie fürchtet sich vor den großen Gehei

Zu verhindern... ja ne.... Rolleyes
Wurde angepasst Big Grin

Die Vampire haben auch noch einen Absatz bei Bezug zur Umwelt bekommen
Zitat:Und dann wären da noch die Vampire. Ach herrje, ein schwieriges Thema für Ariadne, bei dem man wunderbar sehen kann, dass man sich auch mit einer aktiv gelebten Doppelmoral wunderbar in warme und weiche Kissen setzen kann.
Denn öffentlich würde sich Ariadne nie über Vampire äußern und sollte man doch auf die Idee kommen sie dazu zu befragen, würde sie immer die Antwort wählen: Ich halte mich bevorzugt von Geschöpfen dieser Art fern.
Als Geschöpfe der Nacht sind sie ja theoretisch von Werwölfen gar nicht so schrecklich weit entfernt, nicht wahr? Und am Ende sind sie alle keine Reinblüter, aber anders als bei Werwölfen siedelt sie Vampire nicht unter Muggelstämmigen an. Bevorzugt will sie sich gar nicht äußern.
Wundern könnte es einen, dass sie so eine enge und tiefe Freundschaft mit Jeanne Bouchard pflegt, vielleicht konnte diese aber auch nur so tief werden, weil Ariadne es sehr lange nicht wusste. Vor Jeanne fürchtet sie sich nicht. Würde sie gar zu ihrer Familie begleiten, aber gewiss nicht auf eigenes Drängen hin. Aber sie vertraute Jeanne, genauso wie deren Stellung innerhalb der Vampirewelt.
Vor allen Dingen sieht sie aber einfach ihre Freundin in der eleganten Dame, die niemals älter wird. Darauf kann man glatt neidisch sein.

Und der Mädchenname wurde auch noch eingefügt.

Ich hoffe ich habe nichts übersehen und alles passt. Sonst... schrei mich an! Heart Smile


RE: Ariadne Blishwick - Regulus Black - 03.02.2026

Liebe Keks

Danke für das sorgsame Ausbessern! Damit kann ich dich nun guten Gewissens auf das Ingame loslassen Smile

LG Rica